Kerstin Behnke ist künstlerische Leiterin der Berliner Cappella, des Kammerchors der Charité, Tonikum und des Vokalensemblesund des Ensembles Saitenblicke. Sie ist als Gastdirigentin international engagiert und arbeitete unter anderem mit dem New Japan Symphony Orchestra, dem Kammerorchester der Philharmonie Novosibirsk, der Nordwestdeutschen Philharmonie, den Brandenburger Symphonikern, dem Deutschen Filmorchester Babelsberg und dem Konzerthausorchester Berlin.

Die in Hamburg geborene Orchester- und Chordirigentin studierte zunächst an der Musikhochschule ihrer Heimatstadt Schulmusik, bevor sie an der Hochschule der Künste Berlin ihr Kapellmeisterstudium bei Prof. Mathias Husmann absolvierte. Private Studien bei Jan-Michael Horstmann ergänzten ihre Ausbildung.
Während ihres Studiums war sie Assistentin des Universitätsmusikdirektors der Humboldt-Universität, Prof. Constantin Alex und war sowohl Sängerin als auch Leiterin des Vokalquintetts Shepherds and Nymphs.

Entdeckungen

Kerstin Behnke ist es ein besonderes Anliegen, vergessene Werke von Komponistinnen im Konzertrepertoire zu etablieren. So hat sie unter anderem die Uraufführung der Orchesterfassung von "Hymne au Soleil" in der Rekonstruktion des Berliner Komponisten Oliver Korte geleitet. Im März 2006 hat sie mit der Berliner Cappella und dem Berliner Sibelius Orchester die Oper "Der Wald" von Ethel Smyth nach über 100 Jahren wieder erklingen lassen.(siehe auch Pressespiegel) Mit der Konzertreihe "Berühmte Männer - Starke Frauen" hat sie dieses Anliegen auf den Punkt gebracht.

Konzepte

Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit der Dirigentin Kerstin Behnke liegt darauf, Musikalisches und Außermusikalisches konzeptionell zu verknüpfen und damit neue Zusammenhänge herzustellen und sinnlich erfahrbar zu machen. Hierbei wird der Aufführungsort integraler Bestandteil der Veranstaltung: Musik außerhalb des Konzertsaals tritt in Dialog mit der neuen Umgebung, außermusikalische Beiträge im Konzertsaal sprengen den traditionellen Aufführungsrahmen.

Orchester (Auswahl)

Konzerthausorchester (früher Berliner Sinfonie-Orchester) | Philharmonisches Staatsorchester Cottbus | Brandenburger Symphoniker | Berliner Symphoniker | Kammersymphonie Berlin | Mittelsächsische Philharmonie Freiberg | Concerto Brandenburg | Preußisches Kammerorchester Prenzlau | Berliner Sibelius Orchester | Deutsches Filmorchester Babelsberg | Nordwestdeutsche Philharmonie Herford | Filarmonia Pomorska Bydgoszcz

Chöre (Auswahl)

European Medical Students Choir | Humboldts Philharmonischer Chor | Karl Forster Chor Berlin | Studio Chor Berlin | Markell´s Voice (Chor der Philharmonie Novosibirsk) | Sumida Chorla Society Tokyo

Ausbildung

Dirigierstudium ab 1995 an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Mathias Husmann, Diplom 2001

2000 Interpretationskurs Begin the song – Vokalmusik der Renaissance bei Richard Wistreich und Elizabeth Kenny an der HdK Berlin

1997 Praktikum am Theater der Landeshauptstadt Magdeburg bei Jan Michael Horstmann, Mozart Don Giovanni, Leitung der Bühnenmusik

1991–95 Grundstudium Schulmusik (Lehramt Oberstufe) an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Dirigieren bei Prof. Klaus Vetter (Chor), Prof. Marius Bazu (Orchester)

1993 Kurs für afrikanisches Marimbaspiel und Tanz in Bagamoyo, Tansania

1989 Abitur in Hamburg